Dies & Das

Der Chef kocht

August Kesseler ist nicht nur ein brillianter Weinmacher, nein, auch am Herd ist er ein wahrer Profi. Und das Gutes so einfach sein kann, beweist dieses Rezept: Gratinierter Spargel mit Parmesan. Mmmm, lecker! Probieren Sie es einfach aus!  

Gratinierter Spargel mit Parmesan (Asparagi gratinati al parmigiano)

La Dolce Vita, Bella Italia – herrlich, da kommt Urlaubsstimmung auf! Dieses tolle und so unkomplizierte Spargelgericht und unsere Rieslinge (gerade die 2012 Lorch & Rüdesheim VDP.ORTSWEINE) bilden ein schönes Couple.

900g frischer Spargel – 85g frisch geriebener Parmigiano – Butter für Form und Flöckchen – Salz

Den Ofen auf 230°C vorheizen. Spargel putzen und kochen. Den Boden einer rechteckigen oder ovalen Auflaufform mit Butter einfetten. Die abgetropften und gekochten Spargelstangen reihenweise nebeneinander hineinlegen, sodass die Köpfe alle in die selbe Richtung zeigen. Die Köpfe der oberen Reihen sollen jeweils die stumpfen Enden der darunter liegenden Reihe überdecken. Jede Spargelreihe mit Salz und frisch geriebenem Parmesan bestreuen und Butterflocken daraufsetzen, bevor die nächsten Stangen folgen. Auf die oberste Schiene des Backofens stellen und den Spargel etwa 15 Minuten überbacken, bis dieser eine leicht goldgelbe Kruste gebildet hat. Vor dem Servieren einige Minuten ruhen lassen. Buona apetit!

 

5 Fakten: Pinot Noir

Unser Weinmacher Max Himstedt kennt die Rebsorte, die uns mit ihrer Eleganz und Finesse schon lange um den Finger gewickelt hat, mit am besten. Klar, dass er uns damit einiges zu erzählen hat.

  1. Der König unter den roten Rebsorten… Das ist Pinot Noir, ganz klar. Aber er bringt auch seine Tücken mit sich. Zum Beispiel überaus höhe Ansprüche an Boden und Klima, die Trauben sind kompakt, die Beeren haben sehr dünne Schalen. Im Weinberg ist er eine wahre Diva.  Jancis Robinson sagte mal: „Wer Pinot Noir anbaut hat kein leichtes Leben.“ Aber einfach kann jeder, oder?
  2. Pinot Noir kann auf eine lange Geschichte zurück blicken. Die Rebsorte stammt von Wildreben ab und wurde schon von den Römern angebaut. Im Burgund wurde sie groß und Mönche brachten sie zu uns in den Rheingau. Das Potential der Lagen hier in Assmannshausen wurde schon früh von ihnen erkannt.
  3. Der beste und schlechteste Wein… Das kann beides Pinot Noir sein. Es gibt keine andere Rebsorte, an der man derartig Scheitern oder so verdammt viel richtig machen kann. Wenn man allerdings alles richtig macht, wird man mit sensationellen Weinen belohnt.
  4. Pinot Noir hat viele Nachkommen. Die Sorte neigt wie keine zweite zu Mutationen und so entstanden zum Beispiel Grauburgunder, Weißburgunder oder auch Frühburgunder. Auch andere Rebsorten finden ihren Ursprung beim Spätburgunder.
  5. 2004 Pinot Noir Höllenberg – das war spitze! Ein Jahrgang, der mich noch heute umwirft. Mit einer Strahlkraft und Frucht – fantastisch. Beim aktuellen Blick auf´s Klima wird es in Zukunft immer schwieriger werden, diesen feinen und eleganten Stil des Pinot Noir zu bewahren. Aber der Höllenberg ist mit seiner Süd-West-Exposition sehr gut gewappnet.